Donnerstag, 20. Februar 2014

Der lange Weg zum Wunschkind (Teil 4 )

Unser Arzt meinte also dass es ratsamer wäre wenn ich eine leichte Stimulation mit Hilfe der Gonal f Spritzen in niedriger Dosis durchführen würde. So niedrig, dass nicht mehr als max. 4 Eizellen heranreifen sollten. 
Wir bekamen von der Klinik auch noch eine Preisliste mit. Da wir so nahe an der Grenze zu Frankreich leben lohnt sich bei einigen Medikamenten der kurze Weg über die Grenze ganz enorm, vor allem wenn man die Kosten nicht von der KK erstattet bekommt. 
Hier könnt ihr mal einen Blick auf diese Liste werfen:


Das spritzen war gar kein Problem! Hatte ich beim ersten Mal noch bammel davor, war es diesmal schon fast Routine.
Hier mein Behandlungsplan:


Nach 10 Tagen war es dann endlich soweit. 3 Eizellen sind herangereift und meine Schleimhaut hat sich auf 7mm aufgebaut und der Arzt war sich sicher, dass da bis zum Transfer noch was dazu käme. 
Ich war sehr nervös, als es dann daran ging meine Eisbärchen aufzutauen. Nicht alle befruchteten Eizellen überleben diese Prozedur. Wir hatten uns dazu entschlossen, dass die Ärzte erst einmal 2 auftauen und sollte es davon nur 1 überlebt haben, hätten sie noch die anderen 2 auftauen sollen... so hatten wir die Chance zwischen 1 bis 3 Eizellen transferiert zu bekommen. Meine Sorgen waren allerdings unbegründet! Am nächsten Tag bekamen wir den Anruf vom Labor, dass die ersten beiden die sie aufgetaut haben es auch gleich beide gut überstanden hatten und sie sich auch direkt wieder fleißig am teilen waren :-D Bessere Nachrichten konnte es gar nicht geben!!! 
Trotz jeder Freude macht man sich trotzdem noch Gedanken darum, dass noch irgendwas schief gehen könnte... viele Eizellen stoppen nämlich auch gerne mal während der Zellteilung... man hat dann so die Horrorvorstellung, dass wenn man am Transfertag in die Klinik kommt und dort dann gesagt bekommt, dass sie leider keine Eizellen zum transferieren übrig haben. 
Aber auch was das anging hab ich mir umsonst Sorgen gemacht! Meine zwei Eisbärchen haben sich prächtig entwickelt zu zwei Morulas ( die Zwischenstufe von Mehrzellern und Blastozysten). Hier sind meine kleinen Wölkchen:



Eine gute Freundin, deren Tante Reiki praktiziert, hat diese gebeten mir für den Transfer positive Energien zu senden und sie hatte für mich auch die Karten gelegt und dabei kam wohl raus, dass ich zur Zeit auf einem Höhenflug bin :-D Nach 3 Jahren Kinderwunsch nimmt man alles an positiven Energien und guten Gedanken die man kriegen kann!!!! 
Von vornherein hatte ich ein wunderbares Gefühl bei diesem Versuch!!! 
Die zwei Wochen Warterei bis zum Bluttest waren auch diesmal wieder der absolute Horror! Aber ich konnte mir Mut machen, da ich diesmal schon seit dem Transfertag eine Art Druckgefühl im Unterleib spürte und nach ein paar Tagen fingen auch die Brüste an zu spannen. Am 8. Tag nach dem Transfer bekam ich eine leichte Schmierblutung die 1 1/2 Tage anhielt... und da ich es nicht lassen konnte muss ich 3 Tage später einfach einen Schwangerschaftstest machen...




1 Kommentar:

  1. Ahhhhhhh !!!!!

    So toll geschrieben, vor allem das mit dem Schwangerschaftstest am Ende :-)

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